Religion

Ein Bericht über die Religion in Porzhia (IT gehalten)

 

In Porzhia herrscht der Glaube an die Drei. Bei diesen Drei handelt es sich um das Licht, das Dunkel und das Zwielicht.

Jedem Porzhianer ist klar, dass alle drei Aspekte wichtig im Leben sind und doch fühlt sich jeder Bewohner irgendwann in seinem Leben zu einem der dreien mehr hingezogen.

 

Das Licht steht für das Leben, Geburt und vielerlei guter Dinge. Man preist das Licht, wenn ein Kind auf die Welt kommt oder ein Paar heiratet. Auch für Mut und Ehre ruft man das strahlende Licht herbei. Das Lügen und unehrenhaftes Verhalten sind den Anhängern des Lichtes fern.

Auch wenn Recht gesprochen werden soll holt man oft einen Priester, welcher im Dienste des erhellenden Lichtes steht.

Im Gegensatz dazu findet man das Dunkel. Dies steht für den Tod, aber auch den Schutz vor üblen Gezücht und noch vieles mehr. Ein Streiter, welcher gegen untote Unholde in den Kampf zieht, wird sicher das Dunkel anrufen, denn immerhin ist das Dunkel die Kraft, welche die Verstorbenen ins Paradies geleitet. Auch ein Nachtwächter wird zu diesem Aspekt beten und um eine Nacht bitten, welche ohne Schwierigkeiten verläuft. Auch wenn man dem Zorn und der Wut verfällt, ist das Dunkel zugegen. Will man mit allen Mitteln den Zweikampf gewinnen, ist dies auch ein Aspekt der unter das Wirken des Dunkels fällt.

Jedem Bewohner Porzhias ist klar, dass es kein Licht ohne Dunkel geben kann und kein Dunkel ohne Licht.

Die dritte Erscheinung ist das Zwielicht. Dies beschreitet den Pfad zwischen den anderen beiden Aspekten und manchmal hat es gute Eigenschaften und ein andern mal wieder schlechte.

Gerade Glück und Pech sind zwei Formen, die das Zwielicht annehmen kann.

 

Viele Halunken und Streuner sind Anhänger des Zwielichtes. Aber auch ehrbare Diplomaten und Kaufleute neigen zum Zwielicht. Man sollte bei Dienern des Schattens auch stets aufpassen, denn oft wird gesprochenes und versprochenes gänzlich anders genutzt. Sie sind wahre Rätselmeister und man weiß nie woran man bei ihnen ist. Sie können sanft und liebevoll sein, aber im nächsten Moment sind sie aufbrausend und gewalttätig.

Fast alle Porzhianer haben einen gewissen Respekt vor den Dreien und es muss schon ein ganz einfältiger Kerl sein, der offen gegen diese das Wort erheben würde.

 

Trotz alledem sind die Bewohner Porzhias ziemlich offen was andere Glaubensvorstellungen betrifft und so müssen sich Andersgläubige keine Sorgen machen, dass sie verfolgt werden.

 

 

 

 

Die Religion in Porzhia (OT gehalten)


 
 
Wenn man in Porzhia mehr über Religion wissen möchte, sollte man sich natürlich in erster Linie an die Priester der Drei wenden. Die Drei sind eine überirdische Macht, welche für andere Regionen wahrscheinlich das gleiche wie Götter wären. Die Porzhianer verehren drei Aspekte welche schlichtweg Licht, Zwielicht und Dunkel genannt werden, wobei zum Beispiel die Elfen und Zwerge andere Bezeichnungen für die Drei haben, der Grundgedanke bleibt jedoch gleich. Im Laufe seines Lebens sucht sich ein Porzhianer immer wieder, je nach Situation, aus, welchen der drei Aspekte er mehr huldigt. Die nun folgenden Zeilen sollen versuchen, die drei Aspekte ein wenig näher zu erläutern. Zuerst einmal das Licht, welches auch die meisten Anhänger haben dürfte. Das Licht steht für Leben, Weiterkommen, Wahrhaftigkeit, Freundschaft, Erfolge und Wohlstand und vieles positive mehr. Wird zum Beispiel ein Kind geboren, holt man einen Priester des Lichtes, welcher einen Segen über dieses spricht. Auch eine Hochzeit oder eine Geburtstagsfeier mit speziellen religiösen Hintergrund würden dem Licht geweiht sein. Schließt man seine Lehre als Handwerker ab, erhält man auch zum Abschluss den Segen des Lichtes. Nun mag man vielleicht glauben, dass das Licht immer für Friede, Freude Eierkuchen steht, doch dem ist nicht so. Es gibt auch den Ritterorden des Lichtes, welche mit ihren strahlenden Rüstungen sich auf das Bekämpfen von finsteren Ausgeburten spezialisiert hat und der Wahrheitsfindung dient. Die meisten Porzhianer kommen jedoch im Laufe ihres Lebens auch mal auf das Dunkel. Das Dunkel ist nicht per se bösartig. Dies ist sehr wichtig zu wissen, denn in vielen anderen Regionen wird Dunkel ja doch immer gleich mit negativen verbunden. Zum Beispiel wird ein Nachtwächter immer um den Segen des Dunkels beten, dass seine Wache ohne Vorkommnisse vorbei ziehen wird. Auch wenn man zum Beispiel einem ausweglosen Kampf bestreitet, kann es vorkommen, dass man zum Dunkel betet. Gerade gegen Untote hilft einem auch das Dunkel, denn immerhin steht es dafür, dass die Verstorbenen ins Paradies geleitet werden. So ist es nicht verwunderlich, dass bei einer Beerdigung, welche in Porzhia entweder durch eine Feuerbestattung oder eine Erdbestattung vonstatten geht, immer ein Priester des Dunkels seinen Segen gibt. Auch beim Kämpfen und allgemeinen Handlungen bei welchen das Gegenüber verletzt werden könnte, wird häufig das Dunkel angerufen. Es bringt zwar Zerstörung mit sich im übertragenen Sinne, jedoch ermöglicht es dadurch auch den Neuanfang des Lichtes. Jeder Mensch verspürt einmal Zorn oder Wut und gerade das sind Eigenschaften, welche eben mit dem Dunkel in Verbindung gebracht werden. Man kann also zusammenfassen, dass es Licht nicht ohne Dunkel und Dunkel nicht ohne Licht gibt. Jedoch gibt es eine Zwischenform, welche allgemein als Zwielicht angesehen wird. Das Zwielicht wandert auf einem schmalen Grat zwischen den beiden Gegensätzen und manchmal neigt es zu der einen Seite und manchmal zur anderen. Eine ganz klare Eigenschaft des Zwielichts ist das Glück und das Pech. Wenn man eine waghalsige Aktion durchführt kann man zum Beispiel das Zwielicht darum bitten, einem Glück zukommen zu lassen. Auch bei Handelsgeschäften und Diplomatie wird häufig das Zwielicht beschworen. Die meisten Menschen in Porzhia werden immer nur kurzfristig sich mit dem Zwielicht beschäftigen, weiß man doch nie, was es einem bringt. Es kann Leben retten und Leben verderben. Gerade dieses unstete missfällt vielen Porzhianern und daher hat das Zwielicht auch die wenigsten Anhänger und diese paar wenigen verbergen meistens ihren Glauben. Den Porzhianern ist bewusst, dass es das Zwielicht geben muss, jedoch werden Personen, die ausschließlich dem Zwielicht dienen oder es anbeten, immer mit Argwohn betrachtet. Man weiß bei ihnen nie wie man daran ist und sie können in einem Moment die freundlichsten Menschen sein und im nächsten Moment richtige Soziopathen. Wie bereits zu Beginn gesagt, wird kein Porzhianer offen gegen eines der drei Elemente schimpfen und selbst zum Beispiel Priester des Dunkels, sind sich bewusst, dass sie ohne ihre Gegenparts des Lichtes nicht existieren könnten.
 
Die Priesterschaften des Lichtes und des Dunkels haben eine strenge Hierarchie welche sich wie folgt gliedert:
 
Licht: Novize für ungefähr 10 Jahre. Meistens werden Kinder mit sechs Jahren der Priesterschaft übergeben. Nach dem Noviziat wird man eine Abschlussprüfung ablegen müssen, welche je nach Region unterschiedlich ist. Danach ist man ein Priester und erhält den Titel “Vater” oder “Mutter”. Wenn man lange Jahre als Priester gedient hat und genügend Einfluss oder ehrbare Dinge getan hat (manche munkeln auch Bestechungsgelder gezahlt hat) kann man zu einem Prior werden, welcher zum Beispiel einem Kloster stellvertretend vorsteht. Die nächst höhere Stufe ist dann ein Abt oder Äbtissin welche die Kirchengeschicke einer ganzen Region bestimmen. Die Äbte der Stadtstaaten wählen dann aus ihren Reihen einen Kardinal oder Kardinälin, im Volksmund oft auch Hohepriester genannt, und diese wiederum setzen sich dann zusammen, so dass aus den Kardinälen der fünf Stadtstaaten der oberste Primus gewählt wird.
 
Dunkel: Das Noviziat ist genau das gleiche wie beim Licht. Überhaupt ist die Rangordnung identisch, nur die Bezeichnungen variieren. Der Priester wird traditionell mit “Meister” oder “Meisterin” angesprochen. Der Prior ist ein Magister Prior oder Magista Prior. Anschließend folgt der Abtprimas welche dann wiederum einen Kardinal oder Hohepriester bestimmen. Am Ende der Hierarchie steht dann der dunkle Primus.
 
Zwielicht: Das Zwielicht ist sehr individuell geprägt und eine richtige Hierarchie ist zumindest außerhalb der Gemeinschaft nicht bekannt. Es scheint wohl durchaus, dass die Struktur ähnlich wie bei den anderen Richtungen ist, jedoch sind die Bezeichnungen mannigfaltigster Natur. Nur der Titel des Kardinals oder Hohepriester ist gleich mit den anderen beiden Formen und wenn die Gerüchte stimmen, nennen die Zwielichtler ihren obersten

 
 
einfach nur den Schatten. Wenn man einen Priester des Zwielichts dazu befragen würde, so würde man nur ausweichende Ausflüchte erhalten und niemals eine konkrete Antwort.
 
 
Jeder drei Glaubensrichtungen hat auch einen militärischen Arm, welche ihre Ordensfestungen in Gwrimon haben und von dort aus entsandt werden. Es gibt meist täglich Gottesdienste, welche von kleinen Andachten bis hin zu großen Festzügen alles beinhalten können.
 
Einmal im Jahr, im Winter, wird das heilige Dreieinigkeitsfest gefeiert, welches zu Ehren aller drei Aspekte gefeiert wird und einem Wettstreit aller Stadtstaaten ähnelt. Diese Feier wird von den amtierenden Kardinälen beaufsichtigt und ist für jeden Bewohner Porzhias das höchste Fest.
 
Ansonsten sind natürlich von Stadtstaat zu Stadtstaat unterschiedliche Varianten der Glaubensrichtungen vertreten, so wird zum Beispiel ein Priester des Lichtes in Sterdu eher an einen Druiden oder Schamanen erinnern wohingegen ein Priester des Lichtes in Porzhia eher wie ein reicher Kaufmann mit seinem Prunk und Reichtum wirken wird.